Thema: Handyrechnung
Limits und Kosten der Handyzahlung im Vergleich zu eps, paysafecard, Trustly und AstroPay
Die Handyrechnung ist der am engsten begrenzte Zahlungsweg ins Online Casino: Laut DIMOCO gilt typischerweise ein Limit von 50 € pro Zahlung und 300 € pro Monat. Dieselben Zahlen stehen im Zahlungsdienstegesetz, das Zahlungen über den Netzbetreiber nur bis zu diesen Beträgen von der Lizenzpflicht ausnimmt. Gebühren nennt für den Zahlenden keiner der Beteiligten, und ein Rückweg für Gewinne fehlt.
Dieser Vergleich legt die Handyrechnung neben eps, paysafecard, Trustly und AstroPay und fragt bei jeder Methode dasselbe: Wo liegt die Grenze, wer setzt sie, was kostet Stillstand und was kostet die Auszahlung. Alle Zahlen stammen von den Anbietern oder aus dem Gesetz. Den Gesamtvergleich der Zahlungswege finden Sie auf unserer Startseite.
Geschrieben und geprüft von Matthias Ebenführer
Autor für Zahlungsvergleiche · Aktualisiert 17. Oktober 2026
Faktencheck von Sabine Haslinger
Unsere Prüfkriterien
- Lizenz und Betreiber der Seite
- Zahlungswege rein und raus
- Wie schnell und wie viel Sie auszahlen können
- Bonusbedingungen in den vollständigen AGB
Matthias Ebenführer, 17. Oktober 2026
Casinos mit Handyzahlung in unserer Auswahl: die Grenzen je Anbieter
Bezahlen mit
- Payforit
Für jeden Anbieter in unserer Auswahl notieren wir, welchen Mindest- und Höchstbetrag er für die Handyzahlung in der Kasse nennt, ob er für diese Methode eine Gebühr verrechnet und welchen Weg er für Auszahlungen vorsieht. Die Obergrenze des Zahlungsdienstes bleibt davon unberührt: Mehr als das Limit des Netzbetreibers lässt sich auch bei einem großzügigen Casino nicht einzahlen.
Eine österreichische Konzession für Online-Glücksspiel besitzt nur win2day, und dort gibt es die Handyrechnung nicht. Alle Casinos in der Auswahl arbeiten mit einer ausländischen Lizenz; was das bedeutet, steht im Lizenzabschnitt unserer Startseite.
Limits: jede Methode zieht ihre Grenze anders
Bei der Handyrechnung nennt der Zahlungsdienst die Grenze selbst: Laut DIMOCO gilt typischerweise ein allgemeines Limit von 50 € pro Transaktion und 300 € pro Monat und Nutzer, mit dem Zusatz, dass Limits je nach Markt und Netzbetreiber variieren. Magenta hält in seinen Bedingungen nur fest, dass Höchstbeträge pro Transaktion und je Monat bestehen können; den Rahmen Ihres Tarifs nennt die Service Hotline. Für A1 und Drei lagen uns keine Bedingungen vor.
- Handyrechnung — Limit laut Anbieter: typisch 50 € pro Zahlung, 300 € pro Monat · Wer es setzt: Zahlungsdienst und Netzbetreiber
- paysafecard — Limit laut Anbieter: 50 € pro Zahlung mit Code; Konto Standard 150 € pro Zahlung, 400 € im Monat, 1.200 € im Jahr · Wer es setzt: paysafecard
- eps — Limit laut Anbieter: kein Limit veröffentlicht · Wer es setzt: Ihre Bank und das Casino
- Trustly — Limit laut Anbieter: kein einheitliches Limit · Wer es setzt: Bank, Händler oder Trustly
- AstroPay — Limit laut Anbieter: keine Zahlen; eigene Ausgabenlimits nicht einstellbar · Wer es setzt: Aufladung und Casino
Die Tabelle teilt die Methoden in zwei Gruppen. Handyrechnung und paysafecard tragen die Bremse in sich: Die Grenze steht beim Anbieter und lässt sich nicht wegklicken. eps, Trustly und AstroPay verlassen sich auf Grenzen, die anderswo gesetzt werden, bei Ihrer Bank, beim Casino oder gar nicht. Für die Kostenkontrolle ist die erste Gruppe bequemer, für große Einzahlungen die zweite.
Ein Rechenbeispiel zeigt den Unterschied. Mit der Handyrechnung sind 300 € im Monat in höchstens sechs Zahlungen zu 50 € erreicht, danach ist bis zum nächsten Monat Schluss, gleich welches Casino Sie öffnen. Mit eps hängt die Grenze vom Überweisungslimit Ihrer Bank ab, das oft im vierstelligen Bereich pro Tag liegt. Wer die Handyrechnung nutzt, bekommt die Bremse geschenkt; wer eps nutzt, muss sie im Online-Banking selbst einstellen.
Woher die 50 € und 300 € kommen: das Gesetz
Die Zahlen der Handyrechnung sind kein Zufall. Das Zahlungsdienstegesetz 2018 nimmt Zahlungsvorgänge über den Netzbetreiber für digitale Inhalte, Sprachdienste, gemeinnützige Zwecke und Tickets von der Lizenzpflicht aus, sofern eine Einzelzahlung 50 € und der kumulierte Wert im Monat 300 € je Kunde nicht übersteigt. Innerhalb dieses Rahmens darf der Netzbetreiber abrechnen, ohne selbst Zahlungsinstitut zu sein.
Glücksspiel ist in dieser Ausnahme nicht genannt. Deshalb läuft die Casino-Zahlung über einen lizenzierten Zahlungsdienstleister wie DIMOCO, nach eigener Angabe ein von der FMA beaufsichtigtes Zahlungsinstitut, der die typischen Grenzen des Gesetzes übernimmt. Das erklärt, warum Sie die Handyrechnung in keiner Kasse mit einem Limit von 500 € finden werden.
Bei den anderen Methoden stammen die Limits nicht aus dem Gesetz, sondern aus den Regeln der Anbieter: paysafecard veröffentlicht seine Beträge auf der Gebühren- und Limitseite, Trustly erklärt in der Hilfe, dass es kein einheitliches Limit gibt, und AstroPay schreibt in die AGB, dass Ausgabenlimits nicht einstellbar sind. Welche Grenze für Sie gilt, steht also an fünf verschiedenen Orten.
Gebühren bei der Einzahlung
Für den Zahlenden nennt bei der Handyrechnung keiner der Beteiligten eine Gebühr: weder DIMOCO auf seinen Produktseiten noch Magenta in den Bedingungen für Mobile Payment. Der Betrag erscheint als Position auf der Rechnung oder wird vom Wertkartenguthaben abgezogen. Ob das Casino selbst etwas verrechnet, steht in dessen Zahlungsbedingungen.
| Methode | Gebühr für die Einzahlung laut Anbieter |
|---|---|
| Handyrechnung | keine genannt |
| eps | keine zusätzlichen Kosten |
| paysafecard | Zahlung mit Code kostenlos; Umrechnung bei Fremdwährung möglich |
| Trustly | keine Servicegebühr; bei Währungsumrechnung möglicher Aufschlag |
| AstroPay | mögliche Gebühren, Höhe vor der Transaktion in der App angezeigt |
Die Einzahlung ist bei allen fünf Methoden billig oder kostenlos. Die Unterschiede entstehen danach: bei Guthaben, das liegen bleibt, bei Umrechnungen und beim Rückweg der Gewinne. Wer nur auf die Gebührenzeile in der Kasse schaut, vergleicht die falsche Stelle.
Stillstand: was ungenutztes Guthaben kostet
Drei der fünf Methoden kennen keinen Stillstand, weil nirgends Guthaben liegt: Handyrechnung, eps und Trustly ziehen den Betrag im Moment der Zahlung ein. Die beiden Methoden mit Guthaben verhalten sich unterschiedlich. Bei der paysafecard kostet ein Code laut österreichischer Gebührenseite ab dem zweiten Monat nach dem Kauf 3,30 € pro Monat, ein Konto ohne Transaktion ab dem 13. Monat 2,80 € pro Monat.
Bei AstroPay fanden wir in den AGB für den EWR keine Gebühr für ein ungenutztes Wallet. Die dort genannte Idleness Fee von 50 € bis 50 % des verfügbaren Guthabens pro Monat fällt an, wenn eine Prüfanfrage zur Identität oder Compliance nicht fristgerecht beantwortet wird. Wer antwortet, zahlt sie nicht; wer schweigt, kann ein Guthaben von 100 € in zwei Monaten verlieren.
| Methode | Kosten bei Stillstand |
|---|---|
| Handyrechnung | keine, kein Guthaben |
| eps | keine, kein Guthaben |
| paysafecard | 3,30 € pro Monat ab dem 2. Monat (Code); 2,80 € ab dem 13. Monat (Konto) |
| Trustly | keine, kein Guthaben |
| AstroPay | 50 € bis 50 % des Guthabens pro Monat bei unbeantworteter Prüfanfrage |
Die Handyrechnung ist hier im Vorteil, mit einer Einschränkung bei der Wertkarte: Aufgeladenes Guthaben verfällt nach den Regeln des Netzbetreibers, nicht nach denen des Zahlungsdienstes. Wer eine Wertkarte nur fürs Casino auflädt, sollte die Gültigkeit des Guthabens in seinem Tarif kennen.
Auszahlung: was der Rückweg kostet und wie lange er dauert
Über die Handyrechnung kommt kein Gewinn zurück; die Bedingungen von Magenta regeln den Erwerb digitaler Inhalte, eine Gutschrift auf die Rechnung ist nicht vorgesehen. eps beschreibt auf seiner Website nur das Bezahlen an Händler. Auf einen paysafecard Code kann ebenfalls niemand auszahlen; einen Rückweg gibt es nur in ein paysafecard Konto, laut Gebührenseite bis 250 € pro Monat.
Trustly und AstroPay bieten einen Rückweg. Trustly nennt für Auszahlungen in den meisten Ländern bis zu 72 Stunden, AstroPay in den AGB eine Höchstdauer von 48 Stunden je Transaktion mit anschließendem Rücktausch in Euro per Banküberweisung, für den eine Gebühr vor der Bestätigung angezeigt werden kann. Der längste Teil liegt in allen Fällen davor: die Prüfung beim Casino.
- Handyrechnung — Rückweg für Gewinne: keiner, zweite Methode nötig · Dauer laut Anbieter: entfällt
- eps — Rückweg für Gewinne: keiner, Banküberweisung des Casinos · Dauer laut Anbieter: nach Freigabe: Bankweg
- paysafecard — Rückweg für Gewinne: nur ins Konto, 250 € pro Monat · Dauer laut Anbieter: nach Freigabe
- Trustly — Rückweg für Gewinne: ja · Dauer laut Anbieter: meist bis zu 72 Stunden
- AstroPay — Rückweg für Gewinne: ja, wenn das Casino es anbietet · Dauer laut Anbieter: höchstens 48 Stunden je Transaktion
Wer per Handyrechnung einzahlt, legt die Auszahlungsmethode am besten vor der ersten Zahlung fest und hinterlegt eine IBAN auf den eigenen Namen. Den Ablauf und die typischen Verzögerungen beschreiben wir auf der Seite zur Auszahlung ohne Handyrechnung; wie die Einzahlung über Vertrag und Wertkarte abgerechnet wird, auf der Seite zum Einzahlen per Mobilfunkrechnung.
Das Limit über allen Limits
Keine der fünf Methoden ersetzt das Einzahlungslimit im Spielerkonto. Beim konzessionierten Anbieter win2day ist es verpflichtend: bis zum 26. Geburtstag höchstens 250 € pro Woche, danach ein Standardlimit zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat, eine Erhöhung nur nach Prüfung der Zahlungsfähigkeit, eine Senkung sofort wirksam. Anbieter mit ausländischer Lizenz bieten ein solches Limit freiwillig an oder gar nicht.
Für die Rechtslage spielt die Methode keine Rolle. Das Finanzministerium zählt zur entgeltlichen Teilnahme auch die Zahlung über Mehrwerttelefonnummer oder Mehrwert-SMS, und wer vom Inland aus bei einem Anbieter ohne Konzession Einsätze leistet, riskiert nach § 52 Abs. 5 GSpG eine Verwaltungsstrafe. Die Einzelheiten stehen auf unserer Startseite.
Fragen und Antworten zu Limits und Kosten
Gilt das Limit von 300 € pro Monat bei allen Netzbetreibern?
DIMOCO spricht von einem typischen allgemeinen Limit von 50 € pro Transaktion und 300 € pro Monat und Nutzer, betont aber, dass Limits je nach Markt und Netzbetreiber variieren. Magenta nennt in seinen Bedingungen keine Zahlen und verweist auf die Service Hotline. Für A1 und Drei lagen uns keine Bedingungen vor.
Lässt sich das Limit der Handyrechnung erhöhen?
Nicht über den Zahlungsdienst. Das Zahlungsdienstegesetz nimmt Zahlungen über den Netzbetreiber nur bis 50 € je Zahlung und 300 € im Monat von der Lizenzpflicht aus; oberhalb dieser Beträge braucht es ein lizenziertes Zahlungsinstitut mit eigenen Regeln. Wer mehr einzahlen will, wechselt die Methode, etwa zu eps oder Trustly.
Welche Methode hat das höchste Limit?
Trustly nennt kein einheitliches Limit; Grenzen setzen Bank, Händler oder Trustly selbst. Bei eps gilt das Überweisungslimit Ihrer Bank. AstroPay nennt keine Zahlen und erlaubt keine eigenen Ausgabenlimits. Die paysafecard ist mit 50 € pro Zahlung ohne Konto und 150 € mit Konto Standard ähnlich eng wie die Handyrechnung.
Kostet die Einzahlung per Handyrechnung eine Gebühr?
Weder DIMOCO noch die Bedingungen von Magenta nennen für die Zahlenden eine Gebühr. Der Betrag erscheint auf der Mobilfunkrechnung oder wird vom Wertkartenguthaben abgezogen. Ob ein Casino auf seiner Seite eine Gebühr für diese Methode verrechnet, steht in dessen Zahlungsbedingungen.
Welche Methode kostet Geld, wenn ich sie nicht nutze?
Die paysafecard: laut österreichischer Gebührenseite 3,30 € pro Monat ab dem zweiten Monat nach dem Kauf eines Codes und 2,80 € pro Monat ab dem 13. Monat bei einem Konto ohne Transaktion. AstroPay kann 50 € bis 50 % des Guthabens pro Monat verlangen, wenn eine Prüfanfrage unbeantwortet bleibt. Handyrechnung, eps und Trustly kennen keinen Stillstand, weil kein Guthaben liegt.
Warum kommt kein Gewinn über die Handyrechnung zurück?
Die Bedingungen von Magenta regeln Zahlungen für den Erwerb digitaler Inhalte, eine Gutschrift auf die Rechnung ist nicht vorgesehen. Gewinne gehen deshalb per Banküberweisung oder in eine Wallet. Dasselbe gilt für eps, das nur das Bezahlen an Händler beschreibt, und für den paysafecard Code.
Zählt die Handyrechnung rechtlich als Einsatz wie eine Bankzahlung?
Ja. Das Finanzministerium hält fest, dass als Einsatz nicht nur Bargeld zählt, sondern auch die entgeltliche Teilnahme über Mehrwerttelefonnummer oder Mehrwert-SMS. Die Zahlungsmethode ändert nichts daran, dass Online-Glücksspiel in Österreich nur mit Konzession angeboten werden darf.
Welches Limit ist für mich das wichtigste?
Das Einzahlungslimit im Spielerkonto, weil es über alle Methoden hinweg gilt. Beim konzessionierten Anbieter ist es verpflichtend: bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche, danach 1 € bis 1.680 € pro Monat. Anbieter mit ausländischer Lizenz bieten es freiwillig an; setzen Sie es vor der ersten Einzahlung.
Spielerschutz
Online-Glücksspiel ist Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Ein Monatslimit von 300 € beim Zahlungsdienst ist keine Empfehlung, sondern eine Obergrenze; das eigene Limit sollte darunter liegen. Hilfe gibt es kostenlos und vertraulich bei der Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57, bei der Spielerschutz-Hotline unter 0800 202 304 und unter Spielsuchthilfe.
Quellen
- DIMOCO, Carrier Billing
- DIMOCO, iGaming und Betting
- Magenta (T-Mobile Austria GmbH), Nutzungsbedingungen Mobile Payment
- Zahlungsdienstegesetz 2018, § 3 (RIS)
- eps-Überweisung, Startseite und Privatkunden
- paysafecard Österreich, Gebühren und Limits
- Trustly, Limits beim Bezahlen
- Trustly, Gebühren
- Trustly, Auszahlung nicht erhalten
- AstroPay, Geschäftsbedingungen für den EWR
- win2day, Einzahlung und Limits
- win2day, Einzahlungs-FAQ
- BMF, FAQ zum Glücksspielmonopol
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- Glücksspielgesetz § 52 (RIS)
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz
- Spielsuchthilfe Wien