Thema: Handyrechnung
Handyrechnung oder Alternative: Zahlungswege fürs Online Casino in Österreich verglichen
Die Handyrechnung ist der kürzeste Weg vom Spielerkonto zur Einzahlung: Handynummer eintippen, Code bestätigen, fertig. Bezahlt wird später mit der Mobilfunkrechnung oder sofort vom Wertkartenguthaben. Dafür ist der Rahmen eng. Laut dem Zahlungsdienstleister DIMOCO gilt typischerweise ein Limit von 50 € pro Zahlung und 300 € im Monat. Eine Auszahlung ist auf diesem Weg nicht möglich.
Diese Seite stellt die Handyrechnung neben die Methoden, die Spieler in Österreich als Ersatz oder Ergänzung nutzen: eps, paysafecard, Bankzahlungen über Trustly und AstroPay. Verglichen werden Limits, Kosten, Dauer und der Weg zurück aufs Konto. Alle Werte stammen von den Anbietern selbst oder aus Gesetz und Verwaltung, die Quellen sind am Ende aufgelistet.
Geschrieben und geprüft von Matthias Ebenführer
Autor für Zahlungsvergleiche · Aktualisiert 17. Oktober 2026
Faktencheck von Sabine Haslinger
Unsere Prüfkriterien
- Lizenz und Betreiber der Seite
- Zahlungswege rein und raus
- Wie schnell und wie viel Sie auszahlen können
- Bonusbedingungen in den vollständigen AGB
Matthias Ebenführer, 17. Oktober 2026
Online Casinos mit Handyzahlung in unserer Auswahl
Unsere Auswahl umfasst Casinos, die Spieler aus Österreich annehmen und die Handyrechnung in der Kasse führen. Zusätzlich zählt für die Reihenfolge, welche weiteren Zahlungswege ein Casino anbietet, vor allem für Auszahlungen. Ein Casino, das nur die Handyzahlung und keinen Rückweg aufs Konto kennt, landet weiter hinten. Ebenso zählt, ob Gebühren und Bearbeitungszeiten in den Zahlungsbedingungen schriftlich stehen.
Alle Anbieter in der Auswahl arbeiten mit einer ausländischen Lizenz, die Karte nennt jeweils die ausstellende Behörde. Eine österreichische Konzession für Online-Glücksspiel besitzt nur die Österreichische Lotterien GmbH für win2day.at, und dort ist die Handyrechnung kein Einzahlungsweg.
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- Payforit
Zahlungswege im direkten Vergleich
Der wichtigste Unterschied liegt nicht bei der Einzahlung, sondern beim Rückweg. Fast jede Methode bringt Geld schnell ins Casino. Nur ein Teil davon bringt Gewinne auch wieder heraus.
| Methode | Einzahlung | Auszahlung |
|---|---|---|
| Handyrechnung | Bestätigung laut DIMOCO im Schnitt unter 7 Sekunden | nicht möglich |
| eps | Bestätigung an den Händler in Echtzeit | über das Casino per Banküberweisung |
| paysafecard | 16-stelliger Code, höchstens 50 € pro Zahlung | nur mit paysafecard Konto, Standard 250 € im Monat |
| Trustly | über das eigene Online-Banking, ohne Trustly-Konto | laut Trustly meist innerhalb von 72 Stunden |
| AstroPay | aus dem Guthaben der Wallet | Ausführung laut AGB höchstens 48 Stunden |
Hinter jeder Methode steht ein anderes Unternehmen mit einer anderen Aufsicht. Das spielt eine Rolle, wenn eine Zahlung hängt und Sie wissen wollen, an wen Sie sich wenden.
| Methode | Anbieter | Aufsicht |
|---|---|---|
| Handyrechnung über DIMOCO | DIMOCO, Zahlungsinstitut | österreichische FMA |
| eps | PSA Payment Services Austria GmbH | FMA, Bereich Bankenaufsicht |
| paysafecard | Paysafe Prepaid Services Limited, Dublin | Central Bank of Ireland |
| Trustly | Trustly Group AB, Stockholm | Finansinspektionen, Schweden |
| AstroPay | Larstal Denmark ApS, Kopenhagen | Finanstilsynet, Dänemark |
Am nächsten verwandt mit der Handyrechnung ist der paysafecard Code. Beide kommen ohne Bankdaten aus, beide sind pro Zahlung eng begrenzt, laut den Anbietern jeweils auf 50 €. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt: Den Code bezahlen Sie vorher im Handel, die Handyrechnung bei Vertragskunden erst hinterher.
Die Handyrechnung hat einen Sonderfall: Ihr erster Ansprechpartner ist der eigene Netzbetreiber, denn er bucht den Betrag ab. Bei Magenta verweisen die Bedingungen für Fragen zu Höchstbeträgen und Sperren auf die Service Hotline.
Was die Mobilfunkrechnung als Einzahlungsweg leistet
Technisch heißt das Verfahren Carrier Billing. Ein Zahlungsdienstleister nimmt die Zahlung im Casino an und rechnet direkt mit dem Netzbetreiber ab. DIMOCO beschreibt sein Modell genau so: Zahlung über die Handyrechnung, ohne Karteneingabe, über eine Schnittstelle mit direkten Verträgen mit den Mobilfunkbetreibern.
Für Glücksspiel bietet DIMOCO eine eigene Lösung an, nach eigener Angabe für lizenzierte Wett-, Casino- und Lotterieanbieter in Europa. In Deutschland ist das Unternehmen laut Website von der Glücksspielbehörde GGL für Carrier Billing zugelassen. Eine Liste der Länder und Netze, in denen der Dienst läuft, veröffentlicht DIMOCO nicht.
Auf Seite des Netzbetreibers regeln eigene Bedingungen, was erlaubt ist. Bei Magenta heißt der Dienst Mobile Payment und gilt für Vertrag und Wertkarte. Glücksspiel und Wetten über Drittanbieter sind dort nur Personen über 18 Jahren und nur für den eigenen privaten Gebrauch gestattet.
Für A1 und Drei konnten wir die entsprechenden Seiten zum Zeitpunkt der Recherche nicht abrufen. Wir geben für diese beiden Netze deshalb keine eigenen Bedingungen oder Grenzen an.
Die niedrigen Grenzen haben einen rechtlichen Hintergrund. Nach § 3 Abs. 3 Z 12 ZaDiG 2018 brauchen Netzbetreiber keine Zahlungsdienstlizenz für Zahlungen, die digitale Inhalte, Sprachdienste, Spenden oder Tickets betreffen. Voraussetzung ist, dass eine Einzelzahlung 50 € und die Summe im Monat 300 € nicht übersteigt. Glücksspiel ist in dieser Ausnahme nicht genannt.
Damit hat die Handyrechnung drei Eigenschaften, die keine Alternative in dieser Form bietet:
- Sie brauchen weder Bankkonto noch Karte noch eine eigene Wallet.
- Die Belastung erfolgt bei Vertragskunden erst mit der nächsten Rechnung.
- Der monatliche Rahmen ist laut DIMOCO typischerweise auf 300 € begrenzt.
Limits und Kosten nebeneinander
Bei den Limits liegen die Methoden weit auseinander. Die Handyrechnung ist am engsten begrenzt, Trustly kennt gar kein einheitliches Limit. Die Tabelle zeigt, was die Anbieter selbst angeben.
| Methode | Limit laut Anbieter |
|---|---|
| Handyrechnung | typisch 50 € pro Zahlung und 300 € pro Monat laut DIMOCO |
| paysafecard Code | höchstens 50 € pro Zahlung |
| paysafecard Konto Standard | 150 € pro Zahlung, 400 € im Monat, 1.200 € im Jahr |
| Trustly | kein einheitliches Limit, Grenzen setzen Bank, Händler oder Trustly |
| AstroPay | keine Zahlen, eigene Ausgabenlimits lassen sich nicht setzen |
Bei Magenta sind keine Zahlen veröffentlicht. Die Bedingungen halten nur fest, dass seit Jänner 2018 Höchstbeträge pro Transaktion und je Monat bestehen können. Den genauen Rahmen Ihres Tarifs erfahren Sie bei der Service Hotline.
Bei den Kosten ist paysafecard die Methode mit den meisten veröffentlichten Gebühren. Sie fallen nicht beim Bezahlen an, sondern beim Liegenlassen und Zurücktauschen von Guthaben. eps und Trustly verrechnen dem Zahler laut eigener Angabe nichts.
| Methode | Kosten für Sie laut Anbieter |
|---|---|
| Handyrechnung | in unseren Quellen keine Gebühr belegt, Tarif prüfen |
| eps | keine zusätzlichen Kosten |
| paysafecard | 3,30 € pro Monat ab dem zweiten Monat vom Code, Rücktausch 5 % bis 5 € |
| Trustly | keine Servicegebühr, bei Währungsumrechnung eventuell Aufschlag |
| AstroPay | Gebühren werden vor jeder Transaktion in der App angezeigt |
Bei AstroPay gibt es eine Gebühr, die man leicht übersieht. Beantworten Sie eine Prüfanfrage des Anbieters nicht fristgerecht, kann laut AGB eine monatliche Gebühr von 50 € bis zur Hälfte des verfügbaren Guthabens anfallen. Bei paysafecard kostet ein Konto ohne Transaktion ab dem 13. Monat 2,80 € pro Monat.
Datensparsamkeit: was Casino und Zahlungsdienst erfahren
Viele wählen die Handyrechnung, weil sie keine Bankdaten ins Casino tippen wollen. Die Methoden unterscheiden sich tatsächlich darin, was das Casino oder der Zahlungsdienst über Sie erfährt.
| Methode | Was Sie angeben |
|---|---|
| Handyrechnung | Handynummer und Bestätigungscode |
| eps | Login im eigenen Online-Banking, keine Registrierung bei eps |
| paysafecard Code | nur der 16-stellige Code, keine persönlichen Daten laut Anbieter |
| Trustly | Login im Online-Banking, bei Bedarf Identität und Herkunft des Geldes |
| AstroPay | Telefonnummer, E-Mail und Reisepass für die Verifizierung |
Für die Auszahlung relativiert sich dieser Vorteil. Spätestens dann verlangt das Casino Ausweis und Kontodaten, egal wie Sie eingezahlt haben. Die Handyrechnung spart Daten also nur, solange Sie nichts auszahlen.
Auch paysafecard kennt Grenzen bei der Anonymität. Laut AGB für Deutschland kann aufgrund geldwäscherechtlicher Vorgaben eine Registrierung oder Identifizierung nötig sein. Für höhere Beträge braucht man ohnehin ein paysafecard Konto.
Wie schnell das Geld fließt
Bei der Einzahlung sind alle Methoden schnell genug, um sofort zu spielen. Unterschiede zeigen sich erst bei Ausnahmen und bei der Auszahlung.
| Methode | Einzahlung | Auszahlung oder Rückweg |
|---|---|---|
| Handyrechnung | im Schnitt unter 7 Sekunden laut DIMOCO | keiner |
| eps | Bestätigung in Echtzeit, bei win2day Sekunden, in Ausnahmen bis 45 Minuten | per Überweisung über das Casino |
| Trustly | in Ausnahmefällen bis zu 3 Bankarbeitstage bis zum Händler | meist innerhalb von 72 Stunden |
| AstroPay | Ausführung höchstens 48 Stunden laut AGB | höchstens 48 Stunden laut AGB |
Ein Sonderweg ist bei Trustly ausgeschlossen. Pay N Play, bei dem der Bank-Login die Registrierung im Casino ersetzt, bietet Trustly nur in Schweden, Finnland, Estland, den Niederlanden und Großbritannien an. Österreich gehört nicht dazu.
Die Zeiten der Zahlungsanbieter sind nur ein Teil der Rechnung. Vor jeder Auszahlung prüft das Casino Identität, Bonusstatus und Kontodaten. Diese Prüfung dauert oft länger als die Überweisung selbst.
Stärken und Schwächen der Handyrechnung
Aus dem Vergleich ergibt sich ein klares Profil. Die Handyrechnung gewinnt bei Bequemlichkeit und Datensparsamkeit, sie verliert bei Beträgen und beim Rückweg.
| Stärke | Schwäche |
|---|---|
| nur Handynummer und Code nötig | keine Auszahlung, zweite Methode Pflicht |
| Einzahlung laut DIMOCO in Sekunden | typisch höchstens 300 € im Monat laut DIMOCO |
| mit Wertkarte begrenzt durch das Guthaben | nicht bei jedem Netz und Casino verfügbar |
| Sperre jederzeit beim Netzbetreiber möglich | bei Vertrag Belastung erst mit der Rechnung |
Bei eps ist das Profil fast spiegelverkehrt. Das Verfahren der österreichischen Banken kostet laut Betreiber nichts extra und bestätigt die Zahlung in Echtzeit, verlangt aber ein Konto bei einer österreichischen Bank. Bei win2day ist eps einer der Standardwege, die Handyrechnung dagegen nicht.
Kein Rückweg über die Telefonrechnung: so kommen Gewinne aufs Konto
Die Handyrechnung ist eine Einbahnstraße. Die Bedingungen für Mobile Payment bei Magenta regeln Zahlungen für den Erwerb digitaler Inhalte, eine Gutschrift auf die Rechnung ist darin nicht vorgesehen. Gewinne brauchen deshalb immer eine zweite Methode.
Am einfachsten ist es, diese zweite Methode gleich bei der Registrierung festzulegen. So geht es in der Praxis:
- Wählen Sie ein Casino, dessen Zahlungsbedingungen mindestens einen Auszahlungsweg auf ein eigenes Konto nennen.
- Hinterlegen Sie im Profil die IBAN eines Kontos, das auf Ihren Namen läuft.
- Laden Sie Ausweis und Adressnachweis hoch, bevor Sie die erste Auszahlung beantragen.
- Beantragen Sie die Auszahlung in der Kasse und notieren Sie das Datum.
- Fragen Sie nach, wenn die im Casino genannte Bearbeitungszeit überschritten ist.
Zahlen Sie per Handyrechnung ein und per Banküberweisung aus, prüfen manche Casinos die Zahlungswege genauer. Das ist ein üblicher Schritt gegen Geldwäsche und kein Hinweis auf ein Problem. Halten Sie Kontoauszug oder Bankbestätigung bereit, falls das Casino danach fragt.
Praktisch ist es, alle Belege an einem Ort zu sammeln: die Bestätigungs-SMS der Handyzahlungen, die Rechnungen des Netzbetreibers und die Auszahlungsbestätigungen des Casinos. Bei einer Rückfrage des Casinos oder einem Streit um eine Buchung haben Sie dann alles beisammen. Bei einer Rückforderung nach der Rechtsprechung des OGH sind genau diese Belege die Grundlage.
Wer statt einer Überweisung lieber eine Wallet nutzt, hat zwei Optionen aus diesem Vergleich. Bei paysafecard ist die Auszahlung nur mit Konto möglich, im Standard-Konto bis 250 € im Monat. Bei AstroPay landet der Gewinn zunächst in der Wallet und lässt sich dann nur in Euro per Überweisung auf ein eigenes Konto zurücktauschen.
Einzahlung per Handy in fünf Schritten
Die Einzahlung selbst ist der einfachste Teil. Bei den meisten Casinos sieht sie so aus:
- Öffnen Sie im Spielerkonto die Kasse und wählen Sie „Einzahlung“.
- Klicken Sie auf Handyrechnung, Mobile Payment oder Carrier Billing.
- Geben Sie Betrag und Handynummer ein.
- Bestätigen Sie mit dem Code aus der SMS oder im Fenster des Netzbetreibers.
- Kontrollieren Sie, ob der Betrag im Spielerkonto angekommen ist.
Mit Wertkarte gilt ein zusätzlicher Schritt: Laden Sie das Guthaben vorher auf, denn der Betrag wird sofort davon abgezogen. Reicht das Guthaben nicht, bricht die Zahlung ab, ohne dass im Casino etwas gebucht wird.
Scheitert Schritt 4, ist häufig eine Sperre für Drittanbieterdienste aktiv. Magenta bietet Nutzern unter 18 Jahren außerdem Tarife an, in denen die Zahlungsfunktionen von vornherein gesperrt sind.
Wenn eine Zahlung hängt: wer zuständig ist
Bei einer fehlgeschlagenen oder doppelten Zahlung hilft es, die richtige Stelle zuerst anzusprechen. Das Casino sieht nur seine eigene Buchung, nicht die Abrechnung beim Zahlungsdienst.
| Methode | Erste Anlaufstelle |
|---|---|
| Handyrechnung | Service Hotline des Netzbetreibers |
| eps | Ihre Hausbank |
| paysafecard | Kundendienst von paysafecard |
| Trustly | Hilfe-Center von Trustly, nach 72 Stunden ohne Eingang |
| AstroPay | Kundendienst, für Beschwerden aus Österreich das Sozialministerium |
Bei der Handyrechnung lohnt die Prüfung der Rechnung. Jede Casino-Einzahlung erscheint dort als Position eines Drittanbieters. Stimmen Betrag oder Anzahl nicht mit dem Verlauf im Spielerkonto überein, ist der Netzbetreiber der richtige Adressat.
Bei paysafecard gibt es eine typische Falle. Die AGB für Deutschland verbieten es, Codes über nicht autorisierte Verkaufsstellen zu handeln, und solche Codes können gesperrt werden. Kaufen Sie Codes deshalb nur im Handel oder bei offiziellen Online-Verkaufsstellen.
Google Pay als weitere Option
Neben den klassischen Methoden taucht in Casino-Kassen zunehmend Google Pay auf. Österreich steht auf der Liste der Länder, in denen Google Pay auf Websites und in Apps funktioniert. Anbieter des Dienstes ist die Google Ireland Limited.
Für Glücksspiel setzt Google enge Grenzen. Die Richtlinie für die Google Pay API erlaubt Glücksspiel nur in bestimmten Ländern und für bestimmte Integrationsarten. Ob Ihre Karte überhaupt hinterlegt werden kann, entscheidet außerdem Ihre Bank. Bei win2day steht Google Pay in der Liste der Einzahlungswege.
Für wen sich welche Methode eignet
Keine Methode ist für alle die beste. Entscheidend ist, wie viel Sie einzahlen, ob Sie Bankdaten angeben wollen und wie Sie auszahlen möchten.
| Ihre Situation | Passender Zahlungsweg |
|---|---|
| kleine Beträge, keine Bankdaten im Casino | Handyrechnung oder paysafecard Code |
| feste Ausgabengrenze ohne eigene Disziplin | Wertkarte mit Handyrechnung |
| höhere Einzahlungen vom österreichischen Konto | eps |
| Einzahlung und Auszahlung über dasselbe Konto | Trustly |
| Guthaben in einer Wallet sammeln | AstroPay oder paysafecard Konto |
Die Wertkarte verdient einen eigenen Satz. Bei Magenta lässt sich Mobile Payment auch mit Wertkarte nutzen, und dann begrenzt das aufgeladene Guthaben jede Einzahlung. Mehr auszugeben, als vorher aufgeladen wurde, ist so nicht möglich.
Trustly passt zu Spielern, die Einzahlung und Auszahlung über dasselbe Bankkonto abwickeln wollen. Ein eigenes Trustly-Konto, ein Passwort oder eine App braucht es dafür nicht. Trustly ist in Schweden als Zahlungsinstitut zugelassen und laut schwedischem Register auch für Österreich gemeldet.
Für eps gilt eine Einschränkung, die manche übersehen. Das Verfahren gehört den österreichischen Banken, ein Konto bei einer davon ist Voraussetzung. Mit Zugriff auf dieses Konto können Sie laut Betreiber aber von überall aus bezahlen.
Österreichische Konzession oder ausländische Lizenz
Für die Rechtslage spielt die Zahlungsmethode keine Rolle. Online Casinos gelten nach § 12a GSpG als elektronische Lotterien, und die Konzession dafür liegt beim Bund bzw. bei der Österreichischen Lotterien GmbH. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen EU-Staat berechtigt laut Finanzministerium nicht zum Angebot in Österreich.
Auch Telefonzahlungen sind kein Sonderfall. Das Finanzministerium zählt die entgeltliche Teilnahme über Mehrwertnummern oder Mehrwert-SMS ausdrücklich als Einsatz. Wer per Handy zahlt, setzt also genauso ein wie mit Karte oder Überweisung.
| Punkt | Regel und Quelle |
|---|---|
| Konzession online | nur Österreichische Lotterien, win2day.at, bis 30.09.2027 |
| Teilnahme an nicht konzessionierter Online-Lotterie | § 52 Abs. 5 GSpG: bis 7.500 € bei Vorsatz, sonst bis 1.500 € |
| Spielvertrag ohne Konzession | laut OGH nichtig, Einsätze rückforderbar |
| Zahlung per Telefon | gilt laut BMF als Einsatz |
Die Rückforderung ist gefestigte Rechtsprechung. Der OGH bestätigt den Rechtssatz RS0102178 laufend, zuletzt in der Entscheidung 4 Ob 46/26g. Das Finanzministerium warnt zugleich, dass bei vorenthaltenen Gewinnen oder Betrug rechtliche Schritte gegen ausländische Anbieter kaum möglich sind.
Die Zahlungswege selbst könnten sich ändern. Eine Regierungsvorlage zur Novelle des Glücksspielgesetzes sieht vor, dass Zahlungsdienstleister ab 1. Jänner 2027 keine Zahlungen an veröffentlichte illegale Anbieter mehr abwickeln. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen.
Grenzen setzen und Hilfe finden
Online-Glücksspiel ist in Österreich Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Bei der Handyrechnung ist die Hürde besonders niedrig, weil kein Geld sofort vom Konto abgeht. Ein eigenes Monatsbudget schützt besser als jedes Limit des Anbieters.
Als Maßstab taugen die Pflichtlimits beim konzessionierten Anbieter. Bei win2day liegt das Einzahlungslimit bis 26 Jahre bei höchstens 250 € pro Woche, danach beim Standard zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat. Ein Casino mit ausländischer Lizenz muss solche Limits nicht vorgeben, Sie können sie aber selbst im Spielerkonto setzen.
| Hilfe | So erreichen Sie sie |
|---|---|
| Spielsuchthilfe, kostenlos und auf Wunsch anonym | (01) 544 13 57 |
| Spielerschutz-Hotline der Österreichischen Lotterien | 0800 202 304, kostenlos |
| Sperre der Handyzahlung | Drittanbietersperre beim Netzbetreiber |
Die Drittanbietersperre ist der einfachste technische Schutz. Ist sie gesetzt, lässt sich vom betreffenden Anschluss keine Handyzahlung an ein Casino mehr auslösen.
So haben wir verglichen
Grundlage des Vergleichs sind ausschließlich veröffentlichte Unterlagen. Dazu zählen AGB, Gebührenseiten und Hilfe-Center der Zahlungsanbieter, die Nutzungsbedingungen der Netzbetreiber sowie Gesetze und Auskünfte des Finanzministeriums. Wo ein Anbieter keine Zahl nennt, steht in der Tabelle keine Zahl. Erfahrungsberichte und Schätzungen fließen nicht ein.
Jede Angabe trägt das Datum, an dem wir die Quelle gelesen haben. Ändert ein Anbieter seine Bedingungen, passen wir die betroffenen Zeilen an. Die vollständige Liste der Quellen finden Sie am Ende der Seite.
Fazit
Im Vergleich ist die Handyrechnung die bequemste, aber auch die engste Methode. Laut DIMOCO liegt der typische Rahmen bei 50 € pro Zahlung und 300 € im Monat, und Gewinne brauchen immer einen zweiten Weg. eps und Trustly eignen sich für höhere Beträge und für Einzahlung und Auszahlung über das eigene Konto, paysafecard für Spieler ohne Bankdaten im Casino.
Unabhängig von der Methode bleibt die Lizenzfrage dieselbe. Ein Casino mit Handyzahlung arbeitet in Österreich immer mit einer ausländischen Lizenz, denn win2day bietet diesen Zahlungsweg nicht an.
Wer die Methoden kombiniert, fährt in der Regel am besten: kleine Einzahlungen per Handy oder Code, größere per eps, Auszahlungen auf das eigene Konto. Entscheidend ist, dass der Rückweg feststeht, bevor das erste Geld eingezahlt ist.
Fragen und Antworten
Ist die Handyrechnung günstiger als eine paysafecard?
Bei paysafecard sind die Kosten veröffentlicht: Nach dem ersten Monat zieht der Anbieter 3,30 € pro Monat vom Restguthaben eines Codes ab, ein Rücktausch kostet 5 %, höchstens 5 €. Für die Handyrechnung ist in unseren Quellen keine Gebühr belegt. Ob Ihr Tarif ein Entgelt vorsieht, zeigen die Entgeltbestimmungen Ihres Netzbetreibers.
Welche Methode bringt Gewinne am schnellsten aufs Konto?
Trustly gibt an, dass Auszahlungen in den meisten Ländern innerhalb von 72 Stunden eingehen. AstroPay nennt in seinen AGB für eine Transaktion höchstens 48 Stunden. Über die Handyrechnung ist keine Auszahlung möglich. Die Prüfung im Casino kommt bei allen Methoden noch dazu.
Kann ich mit eps auch ohne österreichisches Bankkonto einzahlen?
eps ist das Bezahlverfahren der österreichischen Banken, Sie brauchen also ein Konto bei einer davon. Mit Zugriff auf dieses Konto können Sie laut Betreiber von überall aus bezahlen. win2day weist ausdrücklich darauf hin, dass EPS nur mit einem österreichischen Bankkonto funktioniert.
Gibt es bei der Handyrechnung eine Obergrenze pro Monat?
Laut DIMOCO gilt typischerweise ein Limit von 300 € pro Monat und Nutzer, dazu 50 € pro Transaktion. Dieselben Werte nennt § 3 Abs. 3 Z 12 ZaDiG 2018 als Grenze, bis zu der Zahlungen über Netzbetreiber für digitale Inhalte keine Zahlungsdienstlizenz brauchen.
Muss ich Gewinne aus einem Online Casino versteuern?
Das Finanzministerium bezeichnet einen Lotteriegewinn als nicht steuerbar. Eine Primärquelle, die dasselbe ausdrücklich für Gewinne bei ausländischen Online Casinos festhält, lag uns nicht vor. Bei größeren Beträgen klären Sie die Frage mit Ihrem Finanzamt oder einer Steuerberatung.
Wer haftet, wenn jemand anderer mit meinem Handy einzahlt?
Die Magenta-Bedingungen geben Kunden die Möglichkeit, Drittanbieterdienste sperren zu lassen. Ohne diese Sperre haftet der Kunde für die Abbuchungen über seinen Anschluss. Wer das Handy mit Kindern teilt, sollte die Sperre deshalb setzen.
Darf ich in Österreich in einem Casino mit Malta-Lizenz spielen?
Laut Finanzministerium berechtigt eine Lizenz aus einem anderen EU-Staat nicht zum Angebot von Glücksspiel in Österreich, auch die Teilnahme vom Inland aus ist nicht zulässig. § 52 Abs. 5 GSpG sieht dafür Strafen bis 7.500 € vor. Der OGH erklärt solche Spielverträge zugleich für nichtig, Einsätze sind rückforderbar.
Kann ich die Handyrechnung mit einem Willkommensbonus nutzen?
Das hängt vom Casino ab und steht in den Bonusbedingungen. Prüfen Sie dort, ob Einzahlungen per Handyrechnung zählen und ob der Mindestbetrag für den Bonus über dem Limit Ihrer Handyzahlung liegt. Ein Bonus mit Umsatzbedingung hält das Guthaben außerdem fest, bis die Bedingung erfüllt ist.
Warum taucht die Handyrechnung in manchen Casinos gar nicht auf?
Der Zahlungsdienstleister muss mit Ihrem Netzbetreiber verbunden sein, und das Casino muss die Methode für Österreich freischalten. DIMOCO schreibt, dass die Abdeckung vom Markt und vom Netzbetreiber abhängt, eine öffentliche Liste gibt es nicht. Fehlt die Methode, bleibt eps oder paysafecard.
Kann ich mit Google Pay statt Handyrechnung einzahlen?
Wenn das Casino Google Pay anbietet und Ihre Bank die Karte für Google Pay freigibt, ja. Google erlaubt die Nutzung der Google Pay API für Glücksspiel allerdings nur in bestimmten Ländern und Integrationsarten. Anders als die Handyrechnung belastet Google Pay die hinterlegte Karte.
Quellen
- DIMOCO, Carrier Billing
- DIMOCO, iGaming & Betting
- T-Mobile Austria, Nutzungsbedingungen Mobile Payment
- ZaDiG 2018, § 3
- eps-Überweisung, Privatkunden
- PSA Payment Services Austria, Impressum
- paysafecard, Gebühren und Limits
- paysafecard, AGB
- Trustly, Nutzungsbedingungen PIS
- Trustly, Hilfe-Center
- AstroPay, AGB für Privatkunden im EWR
- Glücksspielgesetz, geltende Fassung
- BMF, FAQ Glücksspielmonopol
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- OGH, Rechtssatz RS0102178
- Parlament, Parlamentskorrespondenz Nr. 787
- win2day, Einzahlung
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz
- Spielsuchthilfe